Warum haben wir uns ausgerechnet für Blue entschieden?

Abgesehen von der Frage, woher Blue denn eigentlich kommt und was sie für eine Mischung ist, haben wir bisher auch schon sehr, sehr oft die Frage erhalten, warum wir ausgerechnet Blue als unseren Welpen ausgewählt haben.

Darauf möchte ich in unserem heutigen Blogbeitrag gerne näher eingehen!

Wie ihr sicherlich schon wisst, wurde Blue von der Familie meines Freundes gezüchtet. Wer davon noch gar nichts wusste, kann gerne noch einmal hier einiges dazu nachlesen.

Unsere ursprünglichen Vorstellungen

Anfangs, als die Bestätigung vom Tierarzt kam, dass die Mami der Welpen tatsächlich trächtig ist und mindestens drei Welpen geboren werden würden, war die Freude riesengroß! Allerdings war für meinen Freund und mich zu dem Zeitpunkt noch lange nicht klar, dass auch wir einen der Welpen nehmen würden. Zwar hatten wir beide jeweils in unseren Familien schon jahrelang Hunde und für uns war auch genauso klar, dass wir uns irgendwann einen gemeinsam Hund holen wollten, da hatten wir schon oft drüber gesprochen – doch eigentlich sollte es erst ein knappes Jahr später, also erst diesen Sommer, so weit sein.

Oft und lange hatten wir über unsere Vorstellungen gesprochen und uns letztlich darauf festgelegt, dass wir gerne einen Australian Shepherd haben wollten. Ob Rüde oder Hündin, das war noch gar nicht ganz so klar. Und wenn wir dann noch einen Wunsch frei gehabt hätten, hätten wir uns eine Blue-Merle-Färbung gewünscht! Aber wie sagt man so schön? Das Leben ist kein Wunschkonzert. Und so kam alles anders, als gedacht…

Der Beginn unserer Reise

Irgendwann war es so weit – die Welpen wurden geboren und, wie der Zufall es so wollte, war mein Freund sogar bei der Geburt von zwei der Welpen anwesend. Die beiden Welpen, die in der Anwesenheit meines Freundes das Licht der Welt erblickten, waren eine Blue-Merle-Hündin sowie ein Blue-Merle-Rüde. Die Überraschung war in diesem Moment riesig! Schließlich war zwar der Papi der Welpen ein Blue Merle, aber bei der Mischung der beiden Eltern konnte man natürlich zunächst gar nicht erahnen, welche Färbung die Welpen wohl haben würden.

> Die sechs kleinen Welpen einige Stunden nach ihrer Geburt – Blue ist im Bild die kleine Maus, die gerade gähnt <

Am nächsten Morgen waren dann tatsächlich alle Welpen wohlbehalten und gesund auf der Welt: Zwei Black-Tri-Rüden, eine Black-Tri-Hündin, zwei Blue-Merle-Rüden und eben auch eine Blue-Merle-Hündin.

Noch am gleichen Tag besuchte auch ich die Kleinen und war sofort verzaubert! Stundenlang saßen wir alle vor der Wurfkiste und nacheinander und abwechselnd durften wir die Welpen in unseren Armen halten. Was mich besonders beeindruckte, war, dass die Welpen alle, aber auch wirklich alle, zwar auf ihre eigene Art mehr als zuckersüß waren, aber auch unerwarteterweise schon ganz früh ihren ganz eigenen Charakter hatten!

Es kam alles anders, als wir dachten

Als ich schließlich einen der beiden kleinen Blue-Merle-Rüden auf dem Arm hatte, wurde mir irgendwie ganz warm ums Herz! Mein Freund und ich schauten und strahlten uns an – ab dem Moment wussten wir: Es gab quasi Australian Shepherds (okay, zumindest zu drei Viertel, aber das tat dem Ganzen ja keinen Abbruch), davon auch noch drei in Blue Merle. Es gab sowohl Rüden als auch Hündinnen. Und ob wir wollten oder nicht, eigentlich waren nun all unsere Wunschvorstellungen, von denen wir bisher kaum zu träumen wagten, erfüllt. Aber vor allem wussten wir: Es würde verdammt schwer für uns werden, keinen der Welpen zu nehmen.

Einige Zeit und einige „Welpenwechsel“ später hatte ich dann schließlich die kleine Blue-Merle-Hündin auf dem Arm, die sich so tief in mein Shirt und meinen Arm drückte und kuschelte, wie es nur ging. Das war der Moment, in dem ich nicht mehr wusste, wie mir geschah. Innerlich aber wurde mir sofort bewusst: Auch wenn alle Welpen unfassbar süß waren, es gab zwei in meinen Augen noch süßere Blue-Merle-Welpen (diese beiden hatten mich am meisten verzaubert) – und einer der beiden würde unser Welpe werden!

Die Entscheidung ist gefallen!

Am Abend und auch die kommenden Tage unterhielten mein Freund und ich uns beinahe durchgehend darüber, ob wir nun einen der Welpen nehmen würden, und das, obwohl die Antwort eigentlich schon längst klar war. Irgendwann sprachen wir unsere Gedanken aus: Ja, wir würden einen der Welpen nehmen!

> Blue (vorne, von hinten zu sehen) und ihr Bruder (hinten, der Kopf ist zu sehen), die beide in der engeren Auswahl standen <

Doch welcher der beiden Blue-Merle-Welpen es sein sollte, war zunächst noch gar nicht so klar. Zunächst favorisierte ich den Rüden. Schließlich hatten wir bei meinen Eltern einen Rüden daheim, der nicht die klassischen „Macken“ eines Rüden hatte und zwar etwas dickköpfig, aber grundsätzlich sehr leichtführig war. Mein Freund hingegen favorisierte von Beginn an die Hündin. Schließlich ist er von Anfang an ausschließlich mit Hündinnen aufgewachsen und konnte sich im Vergleich dazu gar nicht mit einem Rüden abfinden.

Wir überlegten hin und her – unser Herz hatten schließlich gerade die beiden gleichermaßen erreicht. Beide waren vom Charakter her wirklich ähnlich und unterschieden sich sogar von den anderen, indem sie ruhiger und verschmuster waren, aber dennoch dafür umso offener und neugieriger.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Letztlich gab es für uns lediglich drei ausschlaggebende Punkte, die für die Blue-Merle-Hündin sprachen:

Grund Nummer 1: In unserem gesamten Familien-, Freundes und Bekanntenkreis gab es hauptsächlich Weibchen und kastrierte Rüden, unkastrierte Rüden hingegen nur wenige. So wäre es mit einer Hündin sicherlich um einiges einfacher als mit einem intakten Rüden.

Grund Nummer 2: Die kleine Blue-Merle-Hündin war in unseren Armen noch entspannter als der Blue-Merle-Rüde. Sie meckerte kein einziges Mal, wenn sie in unseren Armen war, und kuschelte sich stattdessen einfach nur ganz tief ein, während er Blue-Merle-Rüde immer mal wieder ein paar entrüstete Laute ausstieß.

Grund Nummer 3: Unsere Eltern, die die Welpen auch schon früh kennenlernen durften, teilten uns unabhängig voneinander mit, dass sie vom Bauchgefühl, warum auch immer, eher die Blue-Merle-Hündin ansprechen würde, und sie irgendwie das Gefühl hätten, diese würde am besten zu uns passen.

> Wie hätte man diesen blauen Augen auch nur widerstehen sollen?! <

Nun war sie unsere Hündin!

Für uns war schließlich klar: Es sollte die Blue-Merle-Hündin werden! Auch in den kommenden Wochen, in denen die Welpen größer wurden und sich immer weiter entwickelten, wurde die Entscheidung noch eindeutiger. Die Blue-Merle-Hündin, naja, eigentlich da ja bereits unsere Hündin, orientierte sich enorm an uns und kam, sobald wir Richtung Wurfkiste und später auch draußen Richtung Welpenauslauf gingen, beinahe immer sofort zu uns. Spätestens das gab uns schließlich die Bestätigung: Dass die Wahl auf die Kleine gefallen ist, war goldrichtig!

Ihr seht: Es war wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Und die Entscheidung für unsere kleine Hündin, die bereuen wir keineswegs! Besser als mit unserer kleinen Maus hätten wir es nicht haben können – da sind wir uns zu 100% sicher!

Ein Gedanke zu „Warum haben wir uns ausgerechnet für Blue entschieden?

  1. Echt Herz zerreisend und spannend. Ich kann wirklich mit euch mit fühlen wenn da so viele Welpen sind. 😁😍 aber Blue ist ein wirklich sehr schöner hund. 🐕😍

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